Seit etwas mehr als einem Jahr benutze ich Facebook. Nicht, weil ich die Teilnahme an social networks als wichtig empfinde (man kommt auch prima ohne diese Dinge aus), sondern weil ich einfach nur wissen wollte, was dort passiert. Genau aus dem Grund legte ich mir damals auch ein Konto bei Twitter an und bin konsequenterweise seit Mitte August auch bei Google+.
Wie die Überschrift zeigt, finde ich Google+ (G+) offensichtlich besser als Facebook (FB). Warum? Das möchte ich in den folgenden Punkten erklären. Sie sind allerdings nur meine persönlichen Eindrücke und keine zusammengetragenen Erkenntnisse aus anderen Texten. Dieser Artikel hat also keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es kann sein, dass hier Dinge fehlen oder dass ich umgekehrt hier als positiver erwähnte Funktionen in Facebook bisher lediglich übersehen habe. Nachtrag 16.12.2011: Seit Veröffentlichung dieses Artikels wurden weitere Funktionen bei G+ eingeführt. Diese Änderungen sind z.B. auf myGooglePlus gut dokumentiert – andererseits hat auch Facebook inzwischen einige Details geändert.
So sieht es oben im Browser aus, wenn man bei G+ angemeldet ist (ich habe gerade zwei neue Informationen). Wer ohnehin bereits ein Google-Konto besitzt, weil er den Kalender zur Smartphone-Synchronisation nutzt oder Picasa und andere Dienste verwendet, kann problemlos noch diese weitere Funktion aktivieren.
Korrektur und Formatierung in Texten
Es klingt banal, aber ein sofort auffallender, sehr angenehmer Vorteil von G+ ist die Möglichkeit, bereits geschriebene Texte und Kommentare nachträglich editieren zu können. Bei FB (und normalerweise auch in Blogkommentaren) hat man bei Rechtschreibfehlern nur die Möglichkeit, nachträglich auf diese hin zu weisen oder (bei FB) den ganzen Kommentar wieder zu löschen und neu zu schreiben (was ungünstig ist, wenn schon jemand darauf geantwortet hat).
Ebenfalls besser als in FB ist die Möglichkeit, Text fett und kursiv zu schreiben: „*fett* und _kursiv_“ ergeben „fett und kursiv“. Bei Facebook geht das nur in Postings, aber nicht in Kommentaren. Dort hätte es aber gerade Sinn, wenn man etwas zitieren möchte.
Information in Diskussionen
Wer in einem Blog oder in einer FB-Diskussion anderen Kommentatoren antwortet, schreibt typischerweise ein @ vor dessen Namen, also beispielsweise @Max Mustermann. Das kann man in G+ auch tun, aber hier gibt es dabei eine höchst praktische Funktion. Angenommen, Max Mustermann hätte mir in folgendem Test-Posting etwas kommentiert. Ich will ihm antworten, tippe dazu @ (+ geht auch) und (ohne Leerzeichen!) die ersten Buchstaben seines Namens ein. Dann werden mir schnell die wahrscheinlichsten G+ -Mitbenutzer aufgelistet, wo ich ihn dann nur noch anklicken muss:
Man muss den Namen übrigens nicht mit den Anfangsbuchstaben beginnend eingeben, sondern kann auch mit dem Nachnamen beginnen (da es zu viele Nutzer mit “Muster…” gibt, antworte ich hier ersatzweise einen berühmten Politiker):
Anklicken (nun wieder von Max M.) führt zu
und nach dem Veröffentlichen sieht es so aus:
So erhält man eine immer eindeutige Namensschreibweise. Facebook hat diese Funktion inzwischen ebenfalls nachgerüstet (aber das vorangestellte @ verschwindet dort ganz). Der Unterschied zu Facebook:
1. Dort werden mir nur meine Freunde zur Auto-Vervollständigung angeboten, hier auch alle anderen G+-Nutzer (die aus der aktuellen Diskussion werden dabei zuerst aufgelistet).
2. Eine Information über neue Kommentare in dieser Diskussion erhalten bei FB nur meine Freunde – bei G+ erhalten alle Beteiligten eine solche. Abgesehen davon, dass das auch noch praktisch in Echtzeit erfolgt: Diese grundsätzlich vorhandene Funktion “in folgender Diskussion gibt es neue Kommentare” gibt es weder in Facebook, in Blogs oder Foren (in Blogs nur über Feedreader, ansonsten nur per extra zu aktivierenden E-Mail-Benachrichtigungen). Wenn man bei Facebook auf einen mehrere Tage alten Kommentar jemandem antwortet, mit dem man nicht befreundet ist, ist es unwahrscheinlich, dass da überhaupt nochmal jemand nachschaut. Dort schlafen Diskussionen deshalb auch schnell wieder ein*. Aber bei G+ kann man durch diese Funktion auch uralte Sachen noch weiterhin kommentieren und mit – möglicherweise sogar schnellen – Antworten rechnen.
(* Auf FB versinkt ohnehin alles im Daten-Nirvana, sobald es über den unteren Bildschirmrand gerutscht ist. Dort könnte man – von Fotokommentaren abgesehen – meiner Meinung nach eigentlich alle Texte automatisch löschen lassen, die älter sind als eine Woche).
Als ich das entdeckte, bekam ich erstmalig den Verdacht, dass Google uns hier möglicherweise eine Sache präsentiert hat, deren Auswirkungen wir momentan noch gar nicht so richtig absehen. Könnte sich G+ so vielleicht zu einem universellen Diskussions-Forum entwickeln?
Eine Funktion, die bei G+ noch eingefügt werden sollte, ist eine Information an Nutzer, die in einem Text erwähnt wurden. So könnte man G+ -Nutzer auch “anrufen”, die an einer laufenden Diskussion (noch) gar nicht beteiligt sind:
Datenschutz und Übersichtlichkeit
Bei Facebook geht häufig – gefühlt aller ein paar Wochen – eine Nachrichtenwelle um: „Achtung Datenschutzproblem … neue Facebook-Funktion … ist standardmäßig bereits aktiviert … sollte hier deaktiviert werden“. Leider kommt das nicht von den Betreibern selbst, sondern wird immer nur von Nutzern entdeckt. Solche Funktionen waren häufig schon sehr gut in den vielen Untermenüs mit einem harmlos klingenden Namen versteckt. Wer davon nichts erfuhr, oder sich z.B. nichts unter „Umgehende Personalisierung“ vorstellen konnte, musste in dem Fall anschließend damit leben, dass seine Daten an Fremd-Firmen verteilt wurden. Bei G+ war dagegen von Anfang an alles sehr übersichtlich gehalten, Menüs haben immer noch keine tiefe Verschachtelung, datenschutzmäßig bedenkliche Sachen sind standardmäßig deaktiviert und man findet zu Detailfragen aussagekräftige Erklärungen. Heimlich neu hinzugefügte unklare Funktionen kamen (noch?) nicht hinzu.
Natürlich sollte man auch Google gegenüber skeptisch bleiben. Ein wenig logisches Denken kann dabei nicht schaden: In beiden Fällen bietet eine Firma kostenlos einen Dienst an, obwohl jede Firma Geld verdienen muss. Insofern sollte schon klar sein, dass diese Firmen die Eingaben der Nutzer in irgendeiner Form weiterverwenden werden. Im einfachsten Fall geschieht das durch personalisierte Werbung (ich habe soeben AdBlock kurz deaktiviert und erstmalig meine Facebook-Werbung gesehen. Gut dass ich dort völlig falsche Hobbys angegeben habe).
Die Datenschutzbestimmungen bei G+ wurden nach ihrer Veröffentlichung von einigen Bloggern sehr penibel daraufhin untersucht, ob irgendwelche Hintertürchen, Unklarheiten oder sonstige Problempunkte zu finden wären. Gefunden wurden aber nur nachvollziehbare und allgemein übliche Dinge.
Freunde und Kreise
Um Neuigkeiten von anderen zu erhalten, musste man bei FB früher eine Freundschaftsanfrage an denjenigen stellen oder – wenn es sich um eine Gruppe, Firma o.ä. handelte – bei ihr „gefällt mir“ klicken. Das fand ich von Anfang an ungünstig: Wenn ich z.B. nur neue Infos eines Politikers verfolgen möchte, aber gar kein Sympathisant seiner Partei bin – wieso muss ich dann ein „Freund“ von ihm werden? Was sollen Leute, die mich wirklich kennen, von mir denken, wenn – für sie sichtbar –„Holger Apfel, NPD“ bei mir als Freund gelistet ist? Das ist kein übertriebenes Beispiel. Wenn ich tatsächlich verfolgen wollte, was die NPD bei FB treibt, müsste ich bei ihr „gefällt mir“ klicken, worauf alle meiner FB-Freunde sehen: „Frank gefällt NPD Dresden“. Nein, gefällt mir eigentlich gar nicht!
Bei G+ war das besser gelöst: Man muss keine Freundschaftsanfrage stellen, sondern kann Teilnehmer einseitig nur „hinzufügen“. Man kann ihnen auch „nur folgen“. Man sieht so, was der Andere veröffentlicht, belästigt ihn aber nicht mit eigenen Postings. Wenn ihn diese doch interessieren, kann er mich jederzeit noch hinzufügen. Außerdem werden andere G+ -Benutzer nicht ständig mit solchen überflüssigen Infos genervt wie bei FB: „Frank und Max Mustermann sind jetzt Freunde“. So etwas hat mich noch nie interessiert. Das wird bei G+ nicht mit verbreitet. Die Funktion „nur folgen“ hat FB allerdings inzwischen nachgerüstet (als „abonnieren“).
Sehr überzeugend war bei G+ sofort die Funktion der Kreise, worin man andere Netzwerkteilnehmer in Gruppen sortieren kann. Eine ähnliche Funktion hat nun auch FB, allerdings ist diese nicht ansatzweise so komfortabel. Durch die Trennung verschiedener Nutzer in unterschiedliche Kreise kann man Nachrichten nur bestimmten Personenkreisen zukommen lassen. Dadurch könnte man G+ auch in der Familie einsetzen, denn bei Facebook gab es für Kinder immer die eiserne Regel: Niemals Freundschaftsanfragen der Eltern annehmen! Sonst sehen die alles, was man bei FB so treibt. Umgekehrt empfahl sich das für die Eltern genauso - es ist erzieherisch nicht sehr wirkungsvoll, wenn man als Vater einen dieser Filme mit nackigen Frauen mit “Gefällt mir” markiert … . Auch im beruflichen Umfeld könnte man – sofern erlaubt – G+ gut verwenden, denn man kann genau bestimmen, an welche Gruppe was gesendet wird. Bei G+ gibt es in der Hinsicht sogar eine noch viel weitreichendere Funktion: Auf FB könnte z.B. der Chef durchaus Dinge erfahren, die gar nicht für ihn bestimmt waren – wenn er nämlich Freund von meinem Freund Max Mustermann ist, und Max mein soeben veröffentlichtes lustiges Foto der letzten Sauftour „teilt“. Dann sehen es alle seine Freunde, also auch mein Chef. Bei G+ kann man solche versehentlichen Informationsweitergaben verhindern – eine Funktion, die es nirgendwo anders gibt – noch nicht einmal bei E-Mails.
Die Möglichkeiten, die man durch Kreise erhält, gehen aber noch viel weiter

Dass hier nur zwei Freunde zu sehen sind, liegt nicht daran, dass mich keiner mag - das ist mein dienstliches Admin-Konto für die Google+ -Seite des SAEK Dresden. Die beiden Freunde sind hier eigentlich falsch.
So sieht das prinzipiell aus. Andere G+ -Benutzer kann man sich einfach in beliebige Kreise ziehen, dazwischen verschieben oder auch mehreren Kreisen zuordnen. Man kann sich eigene Kreise erstellen,
hier erstelle ich zum Beispiel einen Kreis, der nur Dresdner Blogger enthält:
Interessant ist nun: Diesen Kreis kann ich – genau wie eine Nachricht – mit anderen teilen! Und da man genau auswählen kann, mit wem, teile ich diesen Kreis spaßeshalber mit diesen anderen Bloggern.
Wenn ich das Feld “Öffentlich” entfernen würde, dann erhielten nur die Leute im Kreis diesen Kreis (und ich würde darin fehlen). Das habe ich nicht ausgeführt, aber so würde jeder von uns immer eine aktuelle Übersicht aller auf G+ aktiven Blogs aus Dresden erhalten und der Kollege vom Blechblog müsste nicht immer seine Liste aktualisieren.
Dieses Weitergeben kompletter Nutzergruppen klingt freilich auch gleich wieder nach Missbrauch: Was, wenn ein Anwender einer Firma hier komplette Kreise weitergibt? Den Gedanken kann ich nicht ganz entkräften, andererseits kann ich ja vorher auswählen, ob Andere mich sehen können, oder nicht. Und wenn ich öffentlich auffindbar sein möchte – was spricht dann dagegen, dass ich mit einer ganzen Gruppe weitergegeben werde? Ich muss dem Empfänger des Kreises ja nicht folgen. Unschön wäre, wenn mich jemand in einem Kreis “Blödmänner” weitergeben würde. Aber der Name des Kreises wird nicht mit freigegeben.
Ein kleiner Nebeneffekt, den man mit Kreisen erzielen kann: Man kann sich einen leeren Kreis erstellen. Was zunächst völlig sinnlos klingt, wird sehr praktisch, wenn man mit diesem leeren Kreis Inhalte teilt. Das klingt zwar immer noch absurd, aber dann bleiben diese Inhalte dort in einer Art Linksammlung verfügbar. Diesen Kreis könnte man “Pinnwand” nennen, und im Gegensatz zur FB-Pinnwand wäre es sogar eine.
Klickbare Hashtags
Wie bei Twitter kann man in Postings Hashtags vergeben. Ob das nun wirklich zum Twitter-Killer wird, wie manche sofort vermuteten, kann ich nicht beurteilen. Wenn ich folgendes schreibe:
dann werden alle Wörter, denen ein # vorangestellt wird, zu anklickbaren Suchbegriffen, wodurch ein Anklickender alle anderen Beiträge zu dem Stichwort findet. Im Unterschied zu Twitter werden aber nicht nur Texte mit dem identischen Tag aufgelistet, sondern alle Texte, in denen beispielsweise das Wort “Dresden” nur irgendwo vorkommt. Das Ganze läuft dann (wie bei Twitter) mit Echtzeitaktualisierung – es kommen also automatisch alle neuen Texte mit dem ausgewählten Stichwort. Ich gebe zu, dass mir nicht ganz klar ist, was mir selbst das bringen soll, wenn ich Tags einfüge, aber es ist zumindest ein angenehmes Detail. Wenn ich in eigenen Texten anschließend Tags anklickte, fand ich auf diese Weise inzwischen bereits interessante Blogtexte.
Teilen und +1
Bei FB ist es eigentlich egal, ob man „Gefällt mir“ oder „Teilen“ verwendet – in beiden Fällen erfahren die Freunde davon. Häufig fragt man sich dann, was besser ist und warum dieser Unterschied überhaupt eingeführt wurde? Seitdem FB – wie G+ – beim “Teilen” ebenfalls die Möglichkeit eingeführt hat, nur mit bestimmten anderen Nutzern etwas zu teilen, hat man gegenüber “Gefällt mir” eine bessere Kontrolle, welchen Gruppen welche Informationen weiter gegeben werden, denn man kann einschränken, wer das Geteilte zu sehen bekommt. “Gefällt mir”- Informationen erhalten bei FB aber alle. Der „+1“-Button ist aus meiner Sicht aber nicht einfach nur die Alternative zum „Gefällt mir“ von FB, sondern geht darüber hinaus. Zunächst ist “+1″ in der Namensgebung konsequenter, denn eine Info auf FB „Heizkosten werden drastisch steigen“ wird man nur ungern mit „Gefällt mir“ markieren, müsste es aber tun, wenn man diesen Text als wichtig markieren wollte. „+1“ ist aber genau in diesem Sinn als neutrale Bewertung zu verstehen, dass man hier etwas wichtig oder empfehlenswert findet. Für Neulinge bei G+ dürfte “+1″ zunächst verwirrend sein. Denn wenn man auf einer Internetseite +1 vergibt, erscheint nirgends diese Information. Alle G+ -Freunde und selbst der Betreiber der mit +1 gelobten Internetseite erfahren nichts davon.
Wenn beispielsweise jemand einen meiner Blogbeiträge „pluseinst“ (hier ersatzweise durch mich selbst ich mit meinem Dienst-Konto):
dann erfahre ich als Blogbetreiber das weder hier in WordPress, noch in meinem dazugehörigen G+ -Konto. Lediglich der „Pluseinser“ sieht es bei sich im Profil:
Damit auch bei den Anderen mit im Stream angezeigt wird, wofür ich +1 vergeben habe, muss ich das erst selbst bei mir aktivieren, indem ich den “+1″- Tab aktiviere:
Wo +1 einen Einfluss hat, sind Google-Suchanfragen. Angeblich wird von Google die Anzahl dieser Bewertungen durch Teilnehmer für die Beurteilung der Wichtigkeit einer Seite mit einbezogen. Und so sieht gelegentlich auch, welche bekannten Gesichter andere Internetseiten bewertet haben:
Wer nicht zu solchen bekannten Gesichtern gehören möchte, wer also diese Information über seine vergebenen +1 nicht für alle G+ -Nutzer personalisiert sichtbar haben möchte, kann das deaktivieren über “Kontoeinstellungen” > “Google+” > “+1 auf Websites Dritter”:
+1-Informationen, die aber auf jeden Fall angezeigt werden, sind G+ -intern vergebene Bewertungen dieser Art. Wird auf eines meiner Postings, auf einen Kommentar oder ein Foto von jemandem +1 vergeben, dann erhalte ich eine entsprechende Information.
Kleinigkeiten
Die Bezeichnung von Funktionen ist besser: Die “Pinnwand” bei FB ist ja eigentlich keine solche. An einer echten Pinnwand hängt man etwas auf und das bleibt dann fest verankert dort (bis man es wieder entfernt). Bei der FB-Pinnwand rutscht aber alles ständig nach -dort gibt es nichts dauerhaftes. Es geht immer nur um die aktuell auf dem Desktop sichtbaren Dinge. Insofern ist “Stream” bei G+ die vernünftigere Bezeichnung.
Es gibt noch einige andere Dinge, die mir positiv auffallen. Z.B. kann man sich seinen kompletten Stream als zip-Datei down- und wieder uploaden – man hat also wie in einem Blog die Möglichkeit zu Backups und zu einem Umzug.
Nachteile von Google+
1. Die URL des eigenen G+-Kontos sieht ziemlich kryptisch aus. Meine ist beispielsweise https://profiles.google.com/u/0/103459637064194731433 – man wünscht sich aber unwillkürlich eher etwas wie …/vorname-nachname. Bei privaten Konten ist es noch einzusehen: Es gibt bereits jetzt mehrere andere Nutzer mit meinem Namen – man müsste also Ziffern o.ä. zur Unterscheidung mit einfügen. Außerdem gibt man Links ohnehin meist digital weiter, wobei es egal ist, wie kompliziert sie sind. Insofern kann man konsequenterweise gleich solchen kryptischen Adressen einsetzen. Ungünstig wirkt es aber bei G+ -Business-Pages, denn dort ist es genauso, obwohl …/friseur-hairforceone etwas professioneller aussähe. (Okay – in diesem Fall dann doch lieber Nummern …)
2. Die Schreibweise, wenn man über G+ berichtet: Wenn man einen Nutzer von G+ erwähnen möchte, müsste man “Google+-Nutzer” schreiben. Das sieht aus wie “Google-Plus-Minus-Nutzer” und wirkt leicht eigenartig. Das empfand ich zumindest zu Beginn so, aber wie ich gerade sehe, ist es nur eine Gewöhnungssache.
3. Eben diese Google+-Nutzer. Es sind zwar bereits einige dort unterwegs (und manch mal ist es auch ganz angenehm, wenn es nicht so überlaufen ist), aber diese “Diskussion” bringt es auf den Punkt:
Andererseits stammt das von Anfang September, als noch die ersten Einladungen zu G+ stattfanden.
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Schöne, sehr detaillierte Übersicht, Frank – danke … auch wenn ich “nur” rund 80% gelesen habe.
@Google+ als besseres FaceBook … diese Bemerkung trifft es vielleicht sogar recht gut.
Ich denke, dass vieles schon ganz clever gemacht ist und vermutlich wird Google+ wachsen wie FaceBook, mehrere werden parallele Accounts haben. Ich bin auch bei StudiVz und Xing … doch schaue ich da kaum noch rein. Nicht mal mehr bei FaceBook
Ich denke, es ist wie eine kostenfreie Mitgliedschaft in diversen Vereinen verquickt mit der Benutzung diverser Payback-Karten ohne etwas dafür auszugeben (okay, man kann wohl auch irgendwie bei FB was zahlen für point oder so – keine Ahnung). Letztlich geht es um sehen und gesehen werden …
damit sich Menschen besser bzw. richtig kennenlernen, bedarf es dennoch meist dem “real life”
PS: Hmm, vielleicht trägt ein Google+-Account ja auch dazu bei, dass andere deiner Seiten besser in Google auffindbar sind bzw. gelistet werden
Real Live? Was ist das schon wieder? Kann man da was anklicken? Kann ich da Apps runterladen?
Dass ich mit Facebook und Twitter anfing, hatte tatsächlich auch damit zu tun, dadurch hier mehr Zugriffe zu erhoffen (machen ja viele Blogger nur deshalb). Twitter bringt in der Hinsicht kaum etwas*, FB aber durchaus. Aber die allermeisten Treffer kommen weiterhin über Google-Suchanfragen. G+ bringt insofern auch einen gewissen zusätzlichen Input, allerdings liegt er bislang nur etwas über Twitter. Ob das allerdings eine Auswirkung auf normale Google-Suchanfragen haben wird, wird sich zeigen. Eigentlich hoffe ich eher, dass relevante Inhalte die Hauptsache für Suchtreffer bleiben.
(* Ich überlege jeden Monat, mich von Twitter zu verabschieden. Einen Sinn kann ich darin eigentlich nicht erkennen)